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23. November 2016 - Frauengesundheit und Osteopathie

Welchen Beitrag kann die Osteopathie zur Förderung der Gesundheit von Frauen leisten? Frau Rackwitz wird an diesem Abend speziell auf Ihre Fragen eingehen. Herzliche Einladung an alle interessierten Frauen.
am 09.03.2015 von 19:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr.

Um Anmeldung unter 08102 – 77 38 74 wird gebeten da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Referent: Berid Rackwitz, M.Sc. Osteopathie, Heilpraktikerin, Physiotherapeutin


Die Qual an den Tagen vor den Tagen – Muss das sein?

Viele Frauen leiden unter dem prämenstruellen Syndrom! Was kann FRAU tun?

75% aller Frauen im gebärfähigen Alter spüren mehr oder weniger starke Beschwerden in den Tagen vor der Regelblutung. Ungefähr 5% dieser Frauen hat regelmäßig sogar so starke Symptome dass die Lebensqualität erheblich eingeschränkt ist. Das prämenstruelle Syndrom äußert sich in ca. 150 verschiedenen körperlichen und psychischen Zeichen, die etwa 14 bis 10 Tage vor Einsetzen der Periode auftreten und sich zunehmend verstärken, um dann am ersten oder zweiten Tag der Blutung wieder zu verschwinden. Zu den Beschwerden gehören Schmerzen, Abgeschlagenheit, Schwellungen (manchmal deutlich sichtbar im Gesicht, besonders an den Augenlidern, wie auch an Händen, Füßen und Beinen - die betroffenen Frauen fühlen sich vielfach regelrecht aufgedunsen), Verdauungsprobleme, Reizbarkeit, Depressionen, Überempfindlichkeit, Angstzustände um nur einige Beispiele zu nennen.  

Die genauen Auslöser der Beschwerden sind trotz jahrzehntelanger Forschungen noch nicht geklärt. Warum die eine Frau davon betroffen ist und die andere bei identischer hormoneller Situation nicht, wirft immer noch Fragen auf. Eine Vielzahl an Faktoren wird diskutiert. Neben der vermehrten Produktion von Progesteron und der Abnahme des Östrogen in der 2. Zyklushälfte scheinen der Neutrotransmitter Serotonin, der Melatonin-Spiegel, veränderte Schilddrüsenwerte, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten eine Rolle zu spielen. Als gesichert gilt dass zu viel Zucker, Koffein, Alkohol sowie Nikotin und zu wenig Bewegung das prämenstruelle Syndrom begünstigen. Osteopathen stellen bei den Betroffenen zudem u.a. Stauungen und veränderte Spannungen im Gewebe, Blockaden in zugehörigen Wirbelsäulensegmenten,  sowie einen gestörten Abfluss von Lymphflüssigkeit fest.

Was können Frauen, die unter dem prämenstruellen Syndrom leiden nun tun? Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie Ernährungsumstellung, die Einnahme pflanzlicher Präparate u.a. aus Mönchspfeffer, Gurkenkraut, Hopfen, Brennnessel, Yamswurzel und Johanniskraut sowie regelmäßige Bewegung. In manchen Fällen ist eine Hormontherapie, eine Verhaltenstherapie oder der Anschluss an eine Selbsthilfegruppe hilfreich. Wenn Spannungen, Stauungen und Dysfunktionen das Gleichgewicht des Körpers stören kann auch die Osteopathie sehr hilfreich sein und einen wertvollen Beitrag leisten den betroffenen Frauen mehr Lebensqualität zu ermöglichen.

Die Beschwerden des prämenstruellen Syndroms sollte FRAU auf keinen Fall einfach als gegeben betrachten. Die Gute Nachricht für alle Betroffenen ist, dass die Symptome durch verschiedene ineinandergreifende Therapien deutlich gelindert werden oder sogar ganz verschwinden können!